Alkoholkrankheit

Aus Medizin-Lexikon.de

auch: Alkoholismus, Trunksucht;

chronische Trunksucht, übermäßiger Genuss alkoholischer Getränke.

Die Alkoholkrankheit gehört zu den Suchterkrankungen. Sie kann periodisch auftreten, z.B. bei "Quartalsäufern", oder dauernd, mit schweren gesundheitlichen Schäden, auch mit Geistesstörungen. Bei regelmäßigem, täglichem Konsum spricht man von den Spiegeltrinkern, die Entzugssymptome bekommen, sobald der Alkoholgehalt ihres Blutes unter den gewohnten Wert abfällt. Dieser in Promille angegebene Alkoholspiegel liegt weit über dem, den ein gesunder Mensch überleben würde.

Folgekrankheiten der Alkoholkrankheit sind Leberzirrhose, Bauchwassersucht, Bauchspeicheldrüsenentzündungen, Perniziosa und andere Mangelkrankheiten, da die "Ernährung" fast ausschließlich mit Alkohol geschieht. Ebenfalls typisch sind Polyneuropathien und Gehirnentzündungen.

Einziger Weg aus der Alkoholkrankheit ist ein Alkoholentzug, der mit einer Entgiftung in einem Krankenhaus erfolgen muss. Dabei wird der Alkohol unter ärztlicher Aufsicht abgesetzt und die auftretenden Entzugssymptome, Delir, Blutdruckabfall, Krampfanfälle, behandelt.


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