Alzheimer

    Aus Medizin-Lexikon.de

    Die Alzheimer-Krankheit ist eine sehr schwerwiegende Erkrankung des Gehirns. Die Patienten leiden zunehmend unter starker Orientierungslosigkeit, Persönlichkeitsveränderungen und Vergesslichkeit. Namensgebend für die Krankheit war der deutsche Psychiater und Pathologe Alois Alzheimer. Die Krankheit gehört zum Formkreis der Demenzerkrankungen und ist hier der mit Abstand häufigste Vertreter.

    Wie sich Alzheimer zeigt

    Als erste Anzeichen von Alzheimer treten oftmals zunehmend stärker werdende Störungen des Gedächtnisses zu Tage. Häufig leidet der Patient unter starken psychischen Symptomen wie Depressionen, Angst und Wahnvorstellungen. Hinzu kommt eine quälende Orientierungslosigkeit, in dessen Verlauf der Betroffene mehr und mehr den Zugang zu der Welt um sich herum verliert. Praktisch in 100 % der Fälle ist der Patient ab einem gewissen Zeitpunkt auf vollumfängliche Pflege durch die Familie oder fachliches Personal angewiesen. Aber nicht nur Gedächtnis und Psyche leiden unter der zunehmenden Zerstörung des Gehirns: Auch körperliche Symptome gehören fest ins Bild dieser schwersten aller Demenzerkrankungen. Ein dem Parkinson-Syndrom ähnelndes Zittern und unwillkürliche Zuckungen der Muskulatur sind Bestandteil von Alzheimer.

    Risikofaktoren und Entstehung von Alzheimer

    Die Alzheimer-Erkrankung ist bei Weitem nicht so stark von Risikofaktoren abhängig, wie dies beispielsweise ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall ist. Dennoch gibt es einige Faktoren, die das Auftreten von Alzheimer begünstigen. So gilt lebenslanger Bluthochdruck als Risikofaktor, ebenso wie Arterienverkalkung und starkes Übergewicht (Adipositas). Vermutlich begünstigt auch lebenslanger Alkoholkonsum die Entstehung von Alzheimer. Als sicher gilt, dass eine bestimmte genetische Vorbelastung das Erkrankungsrisiko steigen lässt. Dies zeigen zahlreiche Beobachtungen über familiäre Häufungen. Viele der Risikofaktoren lassen sich durch eine entsprechende Lebensweise bekämpfen und sogar ausschalten. Sicher vermeiden lässt sich Alzheimer damit freilich nicht.

    Alzheimer verläuft zunächst einmal schleichend und führt letztlich zur völligen Pflegebedürftigkeit des Patienten. Wie praktisch alle Demenz-Erkrankungen gilt Alzheimer als typische Alterskrankheit. Mit zunehmendem Alter steigt das Erkrankungsrisiko signifikant an. Ursache für das krankhafte Geschehen im Gehirn des Patienten sind krankhaft veränderte Proteine, die sich um die Nervenzellen lagern. Warum die Zellen dadurch nach und nach absterben ist weiterhin Gegenstand von Forschungen und bis heute nicht umfassend geklärt. Fakt ist, dass durch diesen Prozess immer mehr Nervenzellen absterben und der Patient dementsprechend immer mehr Fähigkeiten verliert.

    Die Krankheit ist unheilbar

    Ist die Alzheimer-Erkrankung einmal ausgebrochen, gibt es keine Heilung mehr. Die Krankheit schreitet zu Beginn allerdings recht langsam voran und kann durch entsprechende Medikamente etwas verlangsamt werden. Dennoch führt die Krankheit immer zur völligen Hilflosigkeit des Patienten. Daher empfiehlt es sich, schon sehr früh mit der Regelung sämtlicher Angelegenheiten in Sachen Pflege zu regeln. Es werden Tage kommen, an denen der Alzheimer-Patient die eigenen Angehörigen nicht mehr erkennt. Alzheimer ist ein ständiger Wettlauf gegen das Auslöschen der Erinnerungen.