Anästhesie

Aus Medizin-Lexikon.de


Unempfindlichkeit gegen Schmerz-, Temperatur- und Berührungsreize infolge einer Störung des peripheren oder zentralen Nervensystems oder erwünscht durch allgemeine bzw. lokale Betäubungsverfahren. Die moderne Anästhesie bildet eine Voraussetzung für die Fortschritte der Chirurgie und ist heute als selbstständiges Fachgebiet der Medizin anerkannt.

Allgemeinanästhesie

Die Allgemeinanästhesie besteht aus der zentralen Bewusstseinsausschaltung (Narkose).

Lokalanästhesie (regionale Verfahren)

Der Begriff Lokalanästhesie bezeichnet die örtlich begrenzte, periphere Empfindungsausschaltung bei erhaltenem Bewusstsein.

Oberflächenanästhesie durch Aufträufeln oder Bepinseln mit Betäubungsflüssigkeiten.

Die lokale Infiltration stellt eine Umspritzung des zu operierenden Bezirkes dar.

Ein größeres Gebiet wird durch die Leitungsanästhesie an einem versorgenden Nerv oder Nervenstamm ausgeschaltet. Die Rückenmarksnerven können durch Injektion eines Anästhetikums unter die Rückenmarkshaut (Intraduralanästhesie, Lumbalanästhesie) oder an die Rückenmarkshaut (Periduralanästhesie, Epiduralanästhesie) empfindungslos gemacht werden.


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