Anpassungssyndrom

    Aus Medizin-Lexikon.de

    auch: Adaptionssyndrom, Adaptationssyndrom;

    die allgemeine, nicht spezifische Körperreaktion auf die Schädigung (Stress) durch einen so genannten Stressor (Überanstrengung, Infektion, seelische Belastung).

    Über eine nervöse und hormonale Steuerung läuft die Abwehrreaktion unabhängig von der Art des Stressors nach einem bestimmten Schema ab:

    Alarmreaktion mit vermehrter Ausschüttung von ACTH und Kortikoiden; Widerstandsphase mit vermehrter Ausscheidung des Wachstumshormons und von Aldosteron; Erschöpfungsphase: Die Abwehrmechanismen erschöpfen sich. Die Erschöpfung kann zu einem allgemeinen Zusammenbruch führen. Es kann aber auch zu überschießenden Abwehrreaktionen kommen, die ebenso schaden können wie die Erschöpfung. Beide führen, nach Ansicht von Selye, zu den so genannten Adaptationskrankheiten wie Magengeschwür, Bluthochdruck, schwere Kreislaufstörungen usw. Diese Vorstellungen über das Anpassungssyndrom haben auch die Therapie vielfältig beeinflusst und manche Anschauungen über das Zustandekommen der so genannten Zivilisationskrankheiten korrigiert.