Asphyxie

    Aus Medizin-Lexikon.de


    lebensbedrohlicher Atemstillstand oder Anoxie, bei dem es zunächst zu Sauerstoffmangel und Kohlensäurevergiftung des Blutes kommt und schließlich zum Herzstillstand. Sie kommt bei Früh- und Neugeborenen als Folge einer Unreife des Atemzentrums, einer gestörten Schwangerschaft (bei Herz-Nieren-Stoffwechselerkrankungen der Mutter) oder erschwerter Geburt (vorzeitige Lösung des Mutterkuchens, Kaiserschnitt, Zange, Wirkung von Narkosemitteln, eventuell auch durch Missbildungen oder Geschwülste) vor. Störungen können sowohl zentral (Atemzentrum direkt durch Sauerstoffmangel beeinträchtigt) als auch peripher (wenn Lunge oder Atemwege verlegt sind) auftreten. Die wichtigsten Symptome sind ein beschleunigter oder verlangsamter Atemrhythmus, unregelmäßige oder aussetzende Atmung, ein hörbares Atemgeräusch (Wimmern), weiße oder blaue Verfärbung der Haut (weiße oder blaue Asphyxie) sowie Veränderungen der Muskelspannung, des Bewegungs- und Reflexverhaltens. Geschädigt werden in erster Linie Gehirn, Herz und Nieren.