Autoimmunerkrankungen

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übergeordneter Begriff für alle Erkrankungen, die durch Antikörper verursacht werden, die gegen körpereigenes Gewebe gerichtet sind. Die Ursache für die Entstehung dieser Antikörper ist nur selten bekannt, z.B. bei der Herzklappenentzündung nach Scharlach wegen übereinstimmenden Antigenen auf den Streptokokken und den Herzklappen. Alle Autoimmunerkrankungen werden mit Kortikoiden oder Zytostatika behandelt, die das gesamte Abwehrsystem drosseln und so auch die gegen den eigenen Körper gerichtete Abwehr beenden.

Im Jahr 2001 fanden amerikanische Forscher heraus, dass Autoimmunkrankheiten wie rheumatische Arthritis oder Multiple Sklerose möglicherweise durch Zellen von Ungeborenen begünstigt werden. Diese Zellen gelangen während der Schwangerschaft in das Blut der Mutter und werden vom Immunsystem der Mütter nicht zerstört, vermutlich weil ihre Oberflächenproteine denen der Mutter zu sehr ähneln. Sie können jahrzehntelang im Blut der Frauen überleben. Die Forscher stellten fest, dass Frauen, die an der Autoimmunkrankheit Systemische Sklerose leiden, wesentlich mehr fötale Zellen im Blut haben als gesunde Frauen.


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