Bakterielle Symbioselenkung
Aus Medizin-Lexikon.de
soll die gestörte (z.B. durch Anwendung von Antibiotika) natürliche Symbiose der Bakterienflora in jenen Körpergebieten wiederherstellen, die natürlicherweise von Bakterien besiedelt sind: Nasen-Rachenraum, Darm und Scheide. Dies kann entweder durch chemische Beeinflussung, durch Herstellung günstiger Bedingungen für nützliche und Bekämpfung schädlicher Bakterien, erfolgen, oder durch die Zuführung natürlicher Bakterien in großer Menge über einen begrenzten Zeitraum, wobei die Ernährung dafür sorgen kann, dass sie gute Lebensbedingungen vorfinden. Für den Darm verwendet man bei Kindern Acidophilus und Milchsäurebakterien, bei Erwachsenen Kolibakterien, für den Rachen sind besondere Kokkenarten und für die Scheide Döderlein-Bakterien nötig. Die Erfolge sind oft eindrucksvoll. Insbesondere bei der Behandlung des Darmes können jahrelange Durchfälle und Blähungen, aber auch Herzbeschwerden und Migräne verschwinden.
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