Bandscheibe
Aus Medizin-Lexikon.de
auch: Zwischenwirbelscheibe;
Scheibe, die bei Wirbeltieren als Puffer zwischen je zwei Wirbelkörpern liegt (Wirbelsäule). Die oberste Bandscheibe liegt zwischen dem 2. und 3. Halswirbel, die unterste zwischen dem 5. Lendenwirbel und Kreuzbein.
Die Form der Bandscheibe entspricht den einander zugekehrten Wirbelkörperflächen, Bandscheiben sind an der Brustwirbelsäule am flachsten und in der Lendenwirbelsäule am dicksten. Jede Bandscheibe besteht aus einem äußeren Faserring (Anulus fibrosus) und einem inneren Gallertkern (Nucleus pulposus). Neben Knorpelgewebe und reichlich kollagenen Fasern (Bindegewebe) befinden sich in der Bandscheibe auch Reste der Chorda dorsalis. Die Verformbarkeit der Bandscheibe ermöglicht je nach ihrer Dicke eine größere oder geringere Beweglichkeit der Wirbel gegeneinander. Das gallertige Fasergewebe zermürbt früher oder später bei zunehmendem Alter auf Grund der mannigfachen Belastung und verliert so an Elastizität. V.a. statisch und mechanisch besonders beanspruchte Bandscheiben verfallen dieser Degeneration.
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