Barrierefrei leben - den Alltag trotz körperlicher Behinderung meistern

    Aus Medizin-Lexikon.de

    Der Begriff "Behinderung" ist sehr viel zutreffender, als die meisten Personen zunächst vermuten. Menschen mit Behinderung sind in ihrem Handeln oftmals eingeschränkt, was sie in zahlreichen Alltagssituationen deutlich zu spüren bekommen. Der technische Fortschritt gestattet es jedoch, entsprechende Hürden abzubauen oder wenigstens zu verringern. Behinderte haben so die Möglichkeit, ihren Alltag besser zu bewältigen.

    Im Video wird deutlich, welche beeindruckende Chancen mittlerweile bestehen. Vor nicht allzu langer Zeit konnten nur vergleichsweise wenige Menschen mit einer schweren körperlichen Behinderung hinter dem Lenkrad eines Pkws Platz nehmen. Inzwischen ist die Situation eine andere. Speziell umgerüstete Fahrzeuge gestatten eine eigenständige und zugleich sichere Straßenverkehrsteilnahme.

    Wie Technik im Alltag hilft

    Es gibt viele weitere Lebensbereiche, in denen moderne Technik eine enorme Unterstützung verspricht. Ein Paradebeispiel ist die automatische Spracherkennung: Mittels simplen Sprachbefehl lassen sich die unterschiedlichsten Geräte ganz unkompliziert steuern. Bis vor wenigen Jahren wäre dies noch undenkbar gewesen, vor allem unterwegs. Es galt leistungsstarke Computer mit Spezialsoftware einzusetzen, um eine Sprachsteuerung zu ermöglichen. Heute ist es hingegen so, dass bereits ein Smartphone der mittleren Preisklasse mit beeindruckenden Steuerungsmöglichkeiten aufwartet.

    Noch gibt es vergleichsweise wenige Bereiche, in denen Menschen die Sprachsteuerung gezielt einsetzen können, um ihre Lebensqualität zu steigern. Allerdings wird sich dies in den kommenden Jahren ändern, insbesondere weil immer mehr Systeme entstehen, die über offene Schnittstellen verfügen. Dies bedeutet, dass verschiedene Unternehmen ihre Produkte an Plattformen mit Sprachsteuerungen andocken können. Hierdurch werden Entwicklungskosten maßgeblich gesenkt und zugleich lassen sich ganz unterschiedliche Hilfsmittel auf demselben Weg steuern.

    Klassische Lösungen sind weiterhin gefragt

    Auf der anderen Seite wird gar nicht immer komplexe und hochmoderne Technik benötigt, um Komfort und Sicherheit im Alltag zu steigern. Ein gutes Beispiel ist der klassische Treppenlift. Personen mit einer Gehbehinderung profitieren enorm, weil ihnen das mühsame und unter Umständen auch gefährliche Treppensteigen erspart bleibt. Zugleich ist es möglich, entsprechende Systeme auch als Plattformlift zu installieren – so lassen sich Treppen selbst mit einem Rollstuhl mühelos zu überwinden. Letztlich ist der Treppenlift nur eines von zahlreichen Beispielen für barrierefreies Wohnen.

    Die Kosten sind meist ein großes Thema

    Selbstverständlich haben entsprechende Lösungen ihren Preis. Bereits die Installation eines simplen Treppenlifts kann äußerst kostspielig sein und so manches Budget stark strapazieren. Gerade in solchen Fällen ist es für Betroffene wichtig, dass sie sich gut am Markt umsehen und Preise einzelner Anbieter vergleichen. Durch Wahl des richtigen Fachbetriebs lassen sich die Kosten oftmals erheblich zu senken.

    In Abhängigkeit vom Grad der Behinderung ist es möglich, finanzielle Zuschüsse von der Krankenkasse einzufordern. Ob solch eine Option gegeben ist, hängt stets vom jeweiligen Einzelfall, d.h. Gesundheitszustand und Lebenssituation ab. Grundsätzlich ist es so, dass zumindest essentielle Anschaffungen gefördert werden oder Kassen die Kosten sogar ganz tragen.

    Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Wenn zum Beispiel gehbehinderte Menschen mit einem umgerüsteten Pkw am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen möchten, ist nicht mit Zuschüssen zu rechnen. Zur Straßenverkehrsteilnahme mit einem eigenen Fahrzeug gibt es mehrere Alternativen, die kaum Nachteile aufweisen und vor allem preiswerter sind. Wer dennoch ein modifiziertes Fahrzeug anschaffen möchte, muss selbst über die finanziellen Mittel verfügen.