Blähungen

Aus Medizin-Lexikon.de

(lateinisch: Flatulenz)

Luftansammlungen im Darm. Blähungen entstehen durch übermäßiges Luftverschlucken bei Nervosität, unzureichender Produktion von Magensaft und Verdauungsenzymen, Verkrampfungen im Bauchraum, die die Luft am Entweichen hindern, oder durch Nahrungsmittel, z.B. Saponine in Hülsenfrüchten, die von den Darmbakterien unter Gasbildung zersetzt werden. Blähungen sind oft mit Schmerzen verbunden, die auf die Verkrampfungen hinweisen, die auch Ursache der Blähungen sind.

Der Geruch der Darmgase rührt nur selten von gasförmigen Stoffen her, sondern meist von festen Verbindungen, die stark riechen. Normal ist ein Geruch nach Skatol, ein ausgesprochen unangenehmer Geruch weist auf Störungen im Ablauf der Eiweißverdauung hin. In den letzten Abschnitten des Dickdarms entstehen bei Verdauungsstörungen gelegentlich auch Gase, die sogar brennbar sein können (Methan) und nicht mehr lange genug im Darm verweilen, um resorbiert zu werden.

Normalerweise wird die Nahrung im Dickdarm durch die Darmbakterien so weit abgebaut, dass auch die unverdaulichen Bestandteile aus Zellulose verkleinert werden, wodurch der Kot sich zu Kugeln formen kann, die keine Luft festhalten. Wird die Darmflora (Kolibakterien) durch Arzneimittel gestört oder ausgerottet, fehlt diese Nachverdauung und der Stuhl wird voluminös und stark lufthaltig.


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