Bluthochdruck durch Entspannung lindern

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    Jeder Dritte leidet unter einem erhöhten Blutdruck, der Hypertonie. Damit steigt das Risiko, dass die Betroffenen einen Schlaganfall oder Herzinfarkt erleiden. Allerdings kann man häufig bereits eine Besserung der Blutdruckwerte erreichen, indem man seinen Lebensstil ändert.

    Formen der Hypertonie

    Von Hypertonie spricht man, wenn der systolische Wert bei verschiedenen Messungen über 140 mmHG und/oder der diastolische Wert 90 mmHG überschreitet. Ab diesen Werten gibt es weitere Einstufungen des Bluthochdrucks: Ab 160/100 liegt eine mittelschwere Form vor, ab 180/110 eine schwere Hypertonie. Zu einem regelrechten Notfall kommt es, wenn die Werte auf über 230/130 mmHG steigen, da hier Organschäden entstehen können, die das Leben bedrohen; man spricht dann von einem hypertensiven Notfall.

    Warum Hypertonie entsteht, ist in 90 Prozent der Fälle nicht geklärt. Es lässt sich aber zusammenfassen, dass der Widerstand in den Blutgefäßen größer ist und das Herz mehr Blut pro Minute durch den Kreislauf pumpen muss als bei gesunden Menschen. Bei einigen Erkrankungen spricht man von einer sekundären Hypertonie, da hier andere Krankheiten als Ursache des Bluthochdruckes gelten. Dies können beispielsweise Erkrankungen der Niere, des Hormonsystems oder des Herzens sein.

    Symptome bei Bluthochdruck

    Häufig wird eine Hypertonie bei mäßiger Erhöhung nur durch eine Routineuntersuchung festgestellt, da sich die Betroffenen nicht krank fühlen. Sie sind stattdessen sehr aktiv; auftreten können aber begleitend Kopfschmerzen, Nervosität, Herzklopfen, Ohrensausen oder Schwindel. Durch den erhöhten Druck in den Gefäßen ist außerdem Nasenbluten möglich.

    Durch eine Hypertonie können zahlreiche gefährliche Komplikationen entstehen: So kann im Rahmen eines hypertensiven Notfalls ein Schlaganfall, Lungenödem oder ein Herzinfarkt auftreten, was notärztlich behandelt werden muss. Arteriosklerose, Herzschwäche, eine eingeschränkte Nierenfunktion oder ein Aneurysma der Bauchaorta sind in vielen Fällen als Langzeitschäden wahrscheinlich.

    Den Blutdruck senken

    Damit der Blutdruck sinkt, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Bei der sekundären Hypertonie wird die Grunderkrankung behandelt, woraufhin in der Regel sich der Druck in den Blutgefäßen reguliert. Bei der primären Hypertonie werden im Allgemeinen Medikamente wie Betablocker, ACE-Hemmer oder Diuretika verschrieben, die dauerhaft eingenommen werden müssen.

    Allerdings gibt es verschiedene Allgemeinmaßnahmen, die die Betroffenen durchführen sollten, um durch einen gesünderen Lebensstil eine weitere Verbesserung herbeizuführen. Liegt Übergewicht vor, sollte eine Normalisierung des Gewichtes erfolgen, da das zusätzliche Gewicht für das Herz eine Belastung darstellt. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse sowie fettarmen Fleisch und Fisch schafft eine gute Basis. Da Rauchen, Alkohol und Koffein negativen Einfluss auf die Blutgefäße haben, sind diese Süchte zu bekämpfen.

    Weniger Stress lindert Beschwerden

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist ein Anti-Stress-Training, da sich durch chronische Belastungen der Blutdruck ebenfalls steigern kann. Erlernt man eine Entspannungsmethode, kann man mit Stress gelassener umgehen. Da auch die Blutgefäße in ihrer Wand Muskeln haben, ist auch hier oft die Entspannung in Form eines niedrigeren Blutdrucks bemerkbar.

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