Borderline-Syndrom
Aus Medizin-Lexikon.de
(englisch "Grenze, Grenzfall")
Persönlichkeitsstörung, die Symptome sowohl der Neurose als auch der Psychose aufweist.
Borderline-Betroffene wirken nach außen gesund und angepasst, leiden aber an tiefgehenden Persönlichkeitsstörungen. Ihr Bezug zur Realität ist meist eingeschränkt, ihr Selbstbild schwach ausgeprägt, unklar und/oder gestört. Betroffene neigen zu selbstzerstörerischem Verhalten, haben eine geringe Fähigkeit vorauszuplanen sowie kaum Durchhaltevermögen. Die Krankheit äußert sich in häufigen Stimmungsschwankungen und plötzlichen Wutausbrüchen, die manchmal bis zur Gewalttätigkeit gehen. Borderline-Patienten neigen zu intensiven, aber unbeständigen zwischenmenschlichen Beziehungen und haben meist große Angst vor dem Verlassenwerden; Auseinandersetzungen und Krisen führen oft zu Selbstverletzungen, Suizid-Drohungen oder -Versuchen.
Im Unterschied zur Psychose fehlen echte Paranoia und Schizophrenie; die bei Borderline auftretenden Symptome werden vom Patienten wahrgenommen und als krankhaft empfunden.
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