Das hilft gegen Zähneknirschen im Schlaf

    Aus Medizin-Lexikon.de

    Viele Menschen knirschen nachts so stark mit den Zähnen, dass gesundheitliche Probleme wie Spannungskopfschmerzen und abgeriebene Zähne die Folge sind. Doch hiergegen gibt es gute Therapiemöglichkeiten.

    Die Folgen von nächtlichem Zähneknirschen

    Menschen, die nachts mit den Zähnen knirschen, berichten häufig von morgendlichen Kopfschmerzen und von Steifheit. Beim Aneinanderreiben der Zähne erzeugt der Kiefer einen hohen Druck, was zu starken Verspannungen führen kann. Diese Verhärtungen der Muskulatur können sich im Kiefer, im Gesicht, im Nacken und in den Schultern bemerkbar machen und sogar bis in den oberen Rücken reichen. Manchmal ist die Kiefermuskulatur so verhärtet, dass die Betroffenen Schwierigkeiten haben, ihren Mund weit aufzumachen. Des Weiteren können nächtliches Zähneknirschen und die damit einhergehenden Muskelverhärtungen zu einer Einschränkung des Sichtfeldes und zu Tinnitus führen.

    Doch auch die Zähne werden durch häufiges, unbewusstes Aneinanderreiben geschädigt. Oftmals wird durch nächtliches Mahlen die oberste Zahnschicht abgeschmirgelt, wodurch die Nervenweiterleitungen ungeschützt sind und die Zähne schmerzempfindlicher werden. Im Extremfall kann der Kieferknochen geschädigt werden und ein Zahnverlust drohen.

    Die Ursache für das Zähneknirschen kann in einer Kieferanomalie oder einer Fehlstellung der Zähne liegen. Häufig ist das Knirschen jedoch die Folge von Stress durch ungelöste berufliche oder private Probleme.

    Das hilft gegen Zähneknirschen

    Der erste Schritt, um das Problem des Zähneknirschens zu lösen, ist die Verwendung einer Aufbissschiene, welche hilft, die Zähne vor Abrieb zu schützen. Es gibt verschiedene Arten von Aufbissschienen mit unterschiedlicher Funktion, auch solche, die eine Fehlstellung der Zähne oder des Kiefers ausgleichen können.

    Gegen die verhärtete Muskulatur im Bereich des Gesichts, Kiefers und Nackens hilft eine Behandlung bei einem Physiotherapeuten. Dieser kann mit Hilfe von Massagetechniken, die Verspannungen lösen und einfache Übungen zur Muskeldehnung für daheim zeigen.

    Da Stress häufig als Verursacher des Zähneknirschens gilt, müssen Betroffene lernen, besser damit umzugehen und ein größeres Bewusstsein für ihre Körperhaltung entwickeln. Sie sollten herausfinden, wann sie dazu neigen, ihren Kiefer zu verspannen oder die Zähne aufeinander zu pressen und sich in diesen Situationen bewusst entspannen. Hier gibt es ein Youtube-Video mit hilfreichen Übungen zur Kieferentspannung.

    Damit nach Ende der Behandlung das Zähneknirschen nicht wieder auftaucht, muss der Betroffene einerseits widerstandsfähiger gegen Stress werden und andererseits lernen loszulassen und seine Batterien wieder aufzuladen. Hierzu eignen sich fast alle Arten von Sport sehr gut. Für diejenigen, die sich nicht gerne bewegen, sind geführte Meditationen oder Traumreisen ein hilfreicher Weg, sich zu regenerieren, die Ereignisse des Tages hinter sich zu lassen und einen erholsamen Schlaf zu finden.