Elektrophorese
Aus Medizin-Lexikon.de
Trennung bestimmter gelöster Substanzen im elektrischen Gleichstromfeld auf Grund der unterschiedlichen Wanderungsgeschwindigkeiten ihrer Moleküle. In der Praxis wird die Elektrophorese vorwiegend zur Bestimmung von Serumeiweiß-Komponenten angewandt. Das Serum wird auf einen Träger (Papierstreifen, Azetatfolie, mit Agar-Gel oder Stärke-Gel beschichteter Objektträger) aufgebracht und dieser in einer Spezialkammer für bestimmte Zeit an Gleichstrom (z.B. 120 Volt) angeschlossen. Hierdurch sowie abhängig von der Art des in der Kammer befindlichen Puffers und des verwendeten Trägers kommt es zur Trennung der Eiweißkörper. Nach Färbung kann die genaue Verteilung der Plasmaeiweißkörper beurteilt werden. Abweichungen von den Normalwerten (Dysproteinämien) ergeben wichtige diagnostische Hinweise.
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