Enzym

Aus Medizin-Lexikon.de

auch: Biokatalysator;

Eiweißstoff, der das Ablaufen von chemischen Reaktionen ermöglicht, die sonst nicht ablaufen könnten. Im Körper handelt es sich dabei meist um endothermische Reaktionen, denen Energie zugeführt werden muss, was sonst durch Erhitzen geschehen würde oder um exotherme Reaktionen, die viel Energie freisetzen würden. Da unsere Körpertemperatur aber konstant gehalten werden muss, ist eine Kontrolle der Reaktionswärme erforderlich.

Verdauungsenzyme sind Pepsin, Kathepsin, die Enzyme der Bauchspeicheldrüse sind Trypsin, Erepsin, Lipase (durch Galle aktiviert) und Amylase, die auch im Speichel vorkommt.

Außerdem basiert der gesamte Zellstoffwechsel auf Enzymen. So erfolgt die Verbrennung von Zucker, Fetten und Eiweißen mithilfe von Enzymen, die Leber verfügt über spezielle Entgiftungsenzyme und auch die DNA wird mithilfe von Enzymen abgelesen.

Da die Bauweise der Enzyme auf der DNA gespeichert ist, besitzt der Körper vom Moment der Zeugung an alle ausreichenden Informationen zu ihrer Herstellung. Bei Mutationen oder bestimmten Erbkrankheiten können die Bausätze falsch sein, sodass die entstehenden Enzyme wirkungslos sind. Klassische Beispiele solcher Erkrankungen sind die Mukoviszidose und die Phenylketonurie.


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