Feigwarzen - Wie sie entstehen und wie man sie erfolgreich behandeln kann

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    Der Befall von Feigwarzen und auch ihre Entstehung können sich mitunter erst nach Monaten und Jahren im Anschluss an die eigentliche Infektion sichtbar zeigen, deshalb gestaltet sich die Ursachenforschung des Ursprungs dieser Viruserkrankung äußerst schwierig. Fakt ist aber, dass es sich um eine hochinfektiöse Viruserkrankung handelt, die vorzugsweise im Genital- oder auch Analbereich bei Männern und Freuen vorzufinden ist und durch das humane Papillomvirus verursacht wird.

    Die zunächst gutartigen Hautwucherungen sind stecknadelkopfgroß und meist etwas rötlich verfärbt. Oftmals werden sie gar nicht wahrgenommen und zudem befinden sie sich auch an recht uneinsichtigen Körperstellen, wie dem After, dem Enddarm, am Eingang der Scheide und anderen intimen Körperstellen. Die Übertragung der Feigwarzen geschieht größtenteils durch Geschlechtsverkehr und eher selten durch andere Kontakte. Ein Feigwarzenbefall beeinträchtigt nicht nur die sexuelle Lebensqualität, sondern kann auch bei Frauen das Risiko des Gebärmutterhalskrebses erhöhen.

    Die Übertragung der Feigwarzen

    Sie geschieht in der Regel am häufigsten durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Sexualpartnern. Die hochinfektiöse Viruserkrankung überträgt sich durch minimalen Kontakt und selbst der Gebrauch von Sexspielzeug beispielsweise kann als Überträger gelten. Der beste und hilfreichste Schutz als vorbeugende Maßnahme ist hier das Tragen eines Kondoms, wobei ein 100%iger Schutz auch dadurch nicht gewährleistet werden kann. Beim Oralverkehr ist die Ansteckungsgefahr deutlich gemindert, doch auch jederzeit möglich. Die HPV-Viren nisten sich im Mund-Rachen-Raum ein und zeigen sich durch teils sehr schmerzhafte Bläschenbildungen.

    Wer über ein eh schon schlechtes Immunsystem verfügt, steckt sich automatisch schneller an, da der Körper nicht genügend Abwehrkräfte mobilisiert, die diese Viren in Schach halten oder vernichtet und bekämpft. Indirekte Ansteckungen wie durch Kontakt an infizierten Trägern, wie Handtüchern, oder auch in Schwimm- und Badeanstalten und Saunen beispielsweise, sind eher selten. Babys können sich schon bei der Geburt mit diesem Virus infizieren, wenn die Mutter zum Zeitpunkt der Geburt vielleicht von dieser Infektion noch gar nichts weiß. Das Auftreten der Warzen kann nämlich sehr zeitverzögert nach der Infektion geschehen und manchmal erst nach Jahren und Monaten. Mehr Informationen zu Feigwarzen erfährt man auch auf diesem Informationsportal.

    Symptome und Behandlung

    Die Viren setzen sich in die Haut und Schleimhaut ein und plötzlich fangen sie an zu wuchern und es entstehen die Feigwarzen. Ungünstige Faktoren hierfür sind ein geschwächtes Immunsystem, kleine Risse in der Haut und Schleimhaut und schon vorhandene Entzündungen. Drogen- und Nikotinmissbrauch, eine hohe Anzahl an Schwangerschaften, Diabetes und auch die kontinuierliche Einnahme von Kontrazeptiven (Verhütungsmittel), können die Wahrscheinlichkeit einer Infektion erhöhen. Feigwarzen sind klein, flach, bräunlich und Schmerzen zum Teil nässen und brennen oder jucken sie. Der Hausarzt kann durch einen Abstrich oder auch eine Gewebeprobe die Diagnose stellen und anhand spezifischer Salben und Extrakte aus Grünteeblättern beispielsweise die betroffenen Stellen therapieren.

    Auch Teebaumöl hat sich als äußerst erfolgreiche Maßnahme bewährt und mindert zudem deutlich den Juckreiz. Auch Vereisungsmethoden sind erfolgreich und schließlich auch operative Entfernungen der Warzen. Eine Behandlungsmethode, die zu 100 Prozent erfolgreich ist, gibt es bis dato nicht. Fest steht, dass sie grundsätzlich immer wieder erscheinen und abklingen können. Am besten ist ein intaktes Immunsystem und sich durch Kondome ausreichend beim Geschlechtsverkehr zu schützen.