Gallenfarbstoffe
Aus Medizin-Lexikon.de
Abbauprodukte des roten Blutfarbstoffes. Sie werden hauptsächlich in der Milz gebildet, wo die roten Blutkörperchen am Ende ihrer Lebenszeit zerstört werden. Sie entstehen aber auch an jeder anderen Stelle, wo Blut zerstört wird, zum Beispiel in Blutergüssen, wo sie die grüne und gelbe Verfärbung der zunächst blauen Flecke verursachen. Die Gallenfarbstoffe gelangen durch die Galle in den Darm. Dort werden sie durch Bakterien weiter abgebaut und gelangen schließlich teilweise wieder ins Blut, um endgültig als Urobilinogen im Urin ausgeschieden zu werden. Sie verursachen auch die Braunfärbung des Stuhlgangs. Fehlen sie im Darm (bei Leberkrankheiten oder Gallenwegverschluss), so wird der Stuhl gelb oder weißgrau. Dafür erscheinen die Gallenfarbstoffe dann in großer Menge im Blut (Gelbsucht). Normalerweise enthält das Blut 0,3 bis 0,9 mg-% Gallenfarbstoffe, bei Gelbsucht werden 5 bis 10 mg-% und noch mehr gefunden. Im Urin findet man kleine Mengen verschiedener Gallenfarbstoffe; sind sie dort vermehrt, so besteht ein Leberschaden.
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