Gehirnerschütterung
Aus Medizin-Lexikon.de
(lateinisch: Commotio cerebri)
durch äußere Gewalteinwirkung auf den Schädel (Schlag, Sturz) akut auftretende Funktionsstörung des Gehirns ohne nachweisbare anatomische Grundlage und ohne Dauerfolgen. Die Beschwerdedauer hängt von der Schwere der Gehirnerschütterung und von anderen Faktoren wie etwa dem Lebensalter ab. Ein älteres Gehirn braucht länger, um die Funktionsstörung auszugleichen. Wichtigstes Zeichen der Gehirnerschütterung ist die sofort einsetzende Bewusstlosigkeit (Stammhirneinwirkung), deren Tiefe und Dauer (Sekunden bis Stunden) ein Maßstab für die Schwere der Gehirnerschütterung ist. Häufig, aber nicht immer, treten im akuten Stadium auch Brechreiz, Erbrechen sowie hinterher Erinnerungslücken für den Unfallhergang und die Zeit davor (retrograde Amnesie) auf.
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