Gewebezüchtung

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auch: Gewebekultur;

Züchtung lebender Zellen und Gewebe außerhalb des Körpers in geeigneten Nährflüssigkeiten wie verdünntem fetalem Kälberserum. Entdeckt wurde die Gewebezüchtung von Harrison (1907), von Carrel und seinen Schülern wurde sie seit 1910 an fast allen menschlichen und tierischen Geweben durchgeführt. Ein Stück Hühnchenherz, das 1910 auf künstlichen Nährboden verpflanzt wurde, schlug jahrzehntelang. Aus einer Gewebekultur kann man Einzelheiten über das krankhafte Wachstum (z.B. bei Krebs) und die Vermehrung der Zellen ableiten. Gewebezüchtung ermöglicht die Züchtung großer Mengen von Viren und ist daher von außerordentlicher Wichtigkeit zur Entwicklung von Impfstoffen gegen Viren.


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