Gleichgewichtssinn

Aus Medizin-Lexikon.de

statischer Sinn. Kompliziertes Zusammenspiel der Funktionen mehrerer Organe bzw. Organsysteme zur Aufrechterhaltung des Körpergleichgewichtes, der Raumorientierung und der Bewegungskoordination. Das im Felsenbein gelegene statische Organ (Vestibularapparat) reguliert gemeinsam mit Gesichtssinn, Tiefensensibilität (Muskel- und Gelenksinn) und Hautempfindungen die Stellungen und Bewegungen des Körpers und sorgt für das in Ruhelage und Bewegung nötige Gleichgewicht. Der Vestibularapparat übermittelt gleichzeitig Bewegungs- und Lagebeziehungen des Körpers zentralwärts (Mittel- und Kleinhirn), der Muskeltonus wird reflektorisch beeinflusst. Der gesunde Gleichgewichtssinn ist eine unbewusste Funktion.


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