Hörgerät

Aus Medizin-Lexikon.de

batteriebetriebene, medizinische Hilfen, die den Schall verstärken.

Das einfachste Instrument war das Hörrohr (Hörtrichter) aus Metall oder Hartgummi, das den Zweck hatte, die Schallwellen in einem Trichter aufzufangen und zum Gehörgang weiterzuleiten. In neuer Zeit werden elektroakustische Hörgeräte verwendet. Sie bestehen aus einem schallaufnehmenden Teil (Mikrophon) und aus einem schallgebenden Teil (Telephon). Die durch das Mikrophon aufgenommenen Schallwellen werden durch Transistoren verstärkt und dem Telephon zugeleitet. Der Telephonhörer befindet sich in einem dem Gehörgangseingang angepassten Kunststoffgehäuse. Die kleinsten Hörgeräte können in Brillengestelle eingebaut werden (Hörbrille) oder hinter dem bzw. im Ohr getragen werden. Die Regulierung der Lautstärke ist meist stufenlos.

Voraussetzung für die Anschaffung eines Hörgerätes ist eine ohrenärztliche Untersuchung mit Hörprüfung an einem Ton- und Sprachaudiometer, um die Art der Schwerhörigkeit (Schalleitungs- oder Schallempfindungsschwerhörigkeit) und deren Ausmaß genau zu ermitteln, weil davon die Wahl des Hörgerätes abhängt.


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