Hakenwurmkrankheit

Aus Medizin-Lexikon.de

auch: Grubenkrankheit;

wird durch Hakenwürmer (Ancylostoma duodenale) verursacht. Die Erkrankung ist in den Tropen und Subtropen weit verbreitet, in Europa finden die Larven nur in Bergwerken die erforderlichen Lebensbedingungen.

Die erwachsenen Würmer, die etwa zehn Millimeter lang sind, saugen sich an der Dünndarmwand fest und entziehen ihr Blut, von dem sie sich teilweise ernähren. Die Weibchen legen 10 000 bis 20 000 Eier täglich, die den Darm mit dem Kot verlassen. Gelangt der Stuhl auf feuchte Böden, schlüpfen die Larven und wachsen, bis sie nach fünf bis acht Tagen ihr Fadenstadium erreicht haben. Sie nehmen dann keine Nahrung mehr auf, bleiben aber unter günstigen Bedingungen mehrere Wochen am Leben. Bei Kontakt mit der Haut eines Menschen bohren sie sich durch diese hindurch, was an der Stelle Juckreiz verursachen kann, meist aber unbemerkt bleibt. Anschließend wandern sie über das Blut zur Lunge, wo sie in den Luftraum des Organs gelangen. Durch den Übergang aus dem Gewebe entsteht eine Reizung mit vermehrter Schleimsekretion in den Lungen und Hustenreiz, sodass die Larven zunächst hochgehustet und anschließend verschluckt werden. Auch eine Infektion über die Nahrung ist möglich.

Da die Würmer sich von Blut ernähren (0,25 ml pro Wurm und Tag), entwickelt sich eine Blutarmut (Anämie) sowie ein schwerer Eiweißverlust.


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