Hautbräunung

Aus Medizin-Lexikon.de

Die natürliche Hautbräunung (Pigmentierung) entsteht unter dem Einfluss des Lichtes und anderer Einflüsse wie Wind, Regen oder Salzgischt, die einen milden Reiz auf die Haut ausüben. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Wege, auf denen eine Hautbräunung zustande kommt:

Das Emporsteigen von Melanozyten (Farbzellen) aus den tieferen in höhere Hautschichten, wie es nach Reizen vorkommt, die zunächst eine Rötung der Haut (z.B. Sonnenbrand) hervorrufen. Es handelt sich um Wachstumsstörungen, die letztlich zu gut- oder bösartigen Geschwülsten führen.

Hautbräunung durch ultraviolette Strahlung. UVA-Strahlen verursachen eine normale Bräunung durch Neubildung von Melanin in den oberen Hautschichten mittels Oxydation innerhalb einer Stunde. UVB-Strahlen führen zu einer Vermehrung von Pigmentkügelchen in der Haut und schnell zum Sonnenbrand. Am gefährlichsten sind UVC-Strahlen, die normalerweise in der Atmosphäre gestoppt werden (Ultraviolettstrahlen) und die zu schweren Hautstörungen führen. Für die Hautbräunung ohne Bestrahlung sind, wie auch für die Förderung der natürlichen Lichtbräune, zahlreiche Präparate im Handel. Sie bewirken neben der Hautbräunung (wenn wir von reinen Farblösungen die abwaschbar sind absehen) meist auch eine Gerbung der Haut durch Oxydation und verbessern damit ihre Widerstandskraft gegen Bestrahlung und Wind. Eine solche "Vorbräunung" ist zur Vorbereitung von Gletschertouren usw. durchaus sinnvoll. Man muss aber bedenken, dass solche Eingriffe in die natürliche Hautbräunung, wenn man sie oft anwendet, die gleichen Nebenwirkungen auf die Spannkraft der Haut haben wie die Sonnenbräunung, nämlich eine Beschleunigung der Alterungsvorgänge, Faltenbildung usw.


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