Hautschäden, berufliche

Aus Medizin-Lexikon.de

Hautveränderungen durch berufsbedingte Einflüsse gehören zu den häufigsten Berufskrankheiten. Sie haben eine große soziale Bedeutung und zwingen häufig zur Aufgabe des Berufes. Mechanische Einwirkungen, Hitze und Kälte, Nässe, Strahlen und sonstige physikalische Einwirkungen, Infektionen, vor allem aber örtliche und resorbtive Schäden durch Chemikalien führen zu mehr oder weniger typischen Hauterkrankungen. Die Reaktion der Haut auf diese chronische Schädigung hängt dabei in einem hohen Maß auch von individuellen Faktoren ab. Das gilt insbesondere für die häufigste berufsbedingte Hauterkrankung, das berufsbedingte Ekzem. Stoffe wie Alkalien oder Lösemittel führen bei entsprechender Konzentration und Einwirkdauer zu degenerativen Hautveränderungen. Bei anderen Stoffen, besonders Terpentin und Chromverbindungen, kommt es bei längerer Einwirkung zu einer Überempfindlichkeit, die sich Haut in Form eines allergischen Ekzems äußert. Andere Stoffe wie Schmieröle, Paraffine oder chlorierte Kohlenwasserstoffe führen zu akneartigen Hauterkrankungen (Akne), Teer und Teerprodukte können zu Hautwucherungen oder Hautkrebs führen. Berufsbedingte Hauterkrankungen sind entschädigungspflichtig, soweit sie ausgeprägt sind und häufig wiederkehren und zur Aufgabe des Berufes oder jeglicher Tätigkeit geführt haben.


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