Head-Zonen
Aus Medizin-Lexikon.de
Hautgebiete, in denen sich Erkrankungen innerer Organe durch Überempfindlichkeit anzeigen, benannt nach H. Head (englischer Neurologe, 1861-1940).
Typisch ist die Ausstrahlung von Gallenblasenschmerzen in die rechte Schulter, von Magengeschwüren in den Rückenbereich zwischen der 8. und 9. Rippe links, von Herzinfarkten in den linken Arm, von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse in die Mitte des Rückens. Man prüft die Head-Zonen durch die Schmerzempfindung beim Darüberstreichen mit einer Nadelspitze und durch die Hautschrift. Die Head-Zonen entstehen durch die Einmündung der viszerosensiblen Nerven der entsprechenden inneren Organe nahe den zugehörigen Hautnerven in das Rückenmark. Die Erregung kann dann überspringen oder die Empfindlichkeit der Hautnerven kann durch den Reizzustand des benachbarten Organzentrums gesteigert werden. Umgekehrt kann man diese Organe durch Reizung der Hautnerven beeinflussen (Hautreflexe, Segmenttherapie).
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