Herzallerliebst: Äpfel senken Cholesterinwert

Aus Medizin-Lexikon.de

13. Mai 2011  |  Kommentare: 0

Über die Wirksamkeit von Lebensmitteln zur Senkung des Cholesterinspiegels wird ausgiebig gestritten. Es gibt eigentlich kein Lebensmittel, das nicht irgendwo als natürlicher Cholesterinsenker genannt wäre: Von Knoblauch über Fisch und Schwarztee bis zur Schokolade ist alles dabei. Bis auf diejenigen Gaumenfreuden natürlich, die das Übel meist verursachen, wie Butter, Wurst, fettes Fleisch oder Eier.

Einem Lebensmittel aber wurde seine cholesterinsenkende Wirkung nun in einer Aufsehen erregenden Studie bestätigt: dem Apfel. Wissenschaftler der Florida State Universität ließen 160 Frauen im Alter von 45 bis 65 Jahren ein Jahr lang täglich 75 Gramm Trockenobst essen. Die Hälfte der Versuchsteilnehmerinnen bekam Äpfel, die andere Pflaumen.

Das erstaunliche Ergebnis: Bereits nach einem halben Jahr war der Wert des „schlechten“ LDL-Cholesterins bei den Apfel-Esserinnen um ganze 23 Prozent gesunken, der des „guten“ HDL-Cholesterins hingegen um 4 Prozent gestiegen. Erklärt wird die positive Wirkung damit, dass das in Äpfeln enthaltene Pektin den Abtransport von Gallensäure über das Verdauungssystem fördert. Die Leber muss daraufhin neue Gallensäure herstellen und verbraucht dabei Cholesterin.

Da die Wirkung von Äpfeln durchaus mit der von cholesterinsenkenden Medikamenten vergleichbar ist, dürfte die Studie von einiger Bedeutung für die Behandlung von hohen Cholesterinspiegeln sein. Nicht zuletzt, weil die verordneten Arzneimittel nicht selten mit Nebenwirkungen einhergehen.

Wer also einen Apfel pro Tag – das entspricht in etwa 75 Gramm Trockenobst - in seinen Speiseplan integriert, wird der Studie zufolge seinen Cholesterinwert ohne großen Aufwand auf einem gesunden Niveau halten können. Und das lohnt sich: Gefährlich ist Cholesterin nämlich deshalb, weil das "schlechte" LDL-Cholesterin in die Blutbahn gelangen kann, dort zu Fettablagerungen an den Gefäßwänden führt und somit eine Reihe ernster Erkrankungen wie Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Alzheimer zur Folge haben kann.

Es gilt also: „An apple a day keeps the doctor away!”

Um die Figur scheint man sich dabei übrigens keine Sorgen machen zu müssen: Pectin wirkt sättigend, und so haben die Versuchsteilnehmerinnen innerhalb der sechs Monate sogar durchschnittlich 1,5 Kilo abgenommen.

  



 


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