Hungerödem
Aus Medizin-Lexikon.de
auch: Kwashiorkor;
Wassersucht durch Hunger vor allem bei Kindern in unterentwickelten Ländern. Durch Eiweißmangel im Blut trennt sich das Blutwasser von seinem Bindemittel, dem Eiweiß, und sammelt sich vorwiegend unter der Haut und in der Bauchhöhle. Es entsteht nicht allein durch Nahrungsmangel sondern besonders durch Fehlernährung. Ein Mensch, der gar nichts isst, kann dabei für mehrere Wochen gesund bleiben und sogar Wasser verlieren (Heilfasten). Das Hungerödem entsteht durch eine eiweißarme Ernährung, die zu einem Eiweißmangel im Blut führt. Normalerweise ist die Eiweißkonzentration vor allem von Albumin im Blut höher als im Gewebe, so dass das Wasser dem Eiweiß folgend im Blut gehalten wird. Fehlt Eiweiß kann das Körperwasser auch nicht mehr zu den Nieren gelangen, da es im Gewebe versackt. Die Behandlung besteht in allmählicher Wiedergewöhnung an kräftige Nahrung am besten durch Kinderärzte, da aufwändige Diätpläne erstellt werden müssen, um nicht durch die Therapie den Tod herbeizuführen. In schweren Fällen muss die Ernährung längere Zeit intravenös erfolgen.
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