Kältehämagglutination
Aus Medizin-Lexikon.de
Verklumpung der roten Blutkörperchen bei Temperaturen unter 35 °C besonders in den Finger- und Zehenspitzen. Da die verklumpten Blutkörperchen rasch zugrunde gehen, wird das darin enthaltene Hämoglobin frei und kann im Urin erscheinen, sobald das Haptoglobin übersättigt ist. Ursache der Kältehämagglutination sind die Kältehämaglutinine, Stoffe aus der Gruppe der Immunoproteine (ähnlich den Immunglobulinen), die entweder angeboren oder im Laufe fieberhafter oder rheumatischer Erkrankungen erworben sein können. Eine ausgeprägte Kältehämagglutination führt zu Blutarmut und Nierenschäden durch die Kältehämoglobinurie. Außerdem schmerzen die kühlen Hautpartien durch die Verstopfung der Blutgefäße.
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