Karotissinus
Aus Medizin-Lexikon.de
(lateinisch: Sinus caroticus)
Erweiterung der Lichtung der inneren Kopfschlagader (Arteria carotis interna) nach deren Abzweigung von der gemeinsamen Kopfschlagader (Arteria carotis communis). Dort liegt ein Nervenknoten, von dem der Sinusnerv ausgeht. Er stellt ein wichtiges Organ der Kreislaufregulierung dar, das bei Reizung durch Überdruck von innen (Blutdruck) oder außen (Karotisdruckversuch) die Herztätigkeit verlangsamt und die Gefäße des großen Kreislaufs erweitert und damit den Blutdruck senkt. Eine heftige Reizung führt zum vorübergehenden Herzstillstand und zur Ohnmacht.
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