Komplikationen des harmlosen Schnupfens

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    Ein Schnupfen wird häufig auf die leichte Schulter genommen. Die Nase läuft und kribbelt ein paar Tage, dann ist der Spuk schon wieder vorbei. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass sich die Heilung nicht allzu lange hinauszögert oder neue Symptome hinzukommen, Ein Schnupfen kann durchaus ernsthafte Komplikationen nach sich ziehen.

    Gefährliche Hirnhautentzündung vermeiden

    Vor allem in den Wintermonaten tritt akuter Schnupfen gehäuft auf, meist als Folge einer Erkältung oder eines grippalen Infekts.

    Helfen Hausmittel nicht und bemerken die Kranken, dass sich Kopfschmerzen bilden, das Nasensekret gelb-grün gefärbt und die Nase verstopft ist, kann es sich um eine Nasennebenhöhlung handeln. Im Allgemeinen lässt sie sich gut behandeln, sobald aber Fieber, Benommenheit und starke Müdigkeit hinzukommen, muss ein Arzt aufgesucht werden. Die Entzündung breitet sich jetzt aus und kann auf das Gehirn übertreten.

    Um eine zu vermeiden beziehungsweise zu behandeln, ist eine ärztliche Behandlung dringend notwendig; da die Situation ernst ist, findet sie im Allgemeinen im Krankenhaus statt.

    Heiserkeit bei Kehlkopfentzündung

    Eine Kehlkopfentzündung kommt oft im Zusammenhang mit Husten, Schnupfen und Heiserkeit zu Tage. Der Infekt breitet sich aus und wandert von der Nase zum Kehlkopf; möglich ist allerdings auch, dass er als eigenständige Entzündung auftritt. Bei der Kehlkopfentzündung sind Schmerzen und Heiserkeit typisch. Es ist wichtig, mit diesen Symptomen zu einem Arzt zu gehen, da bei einer fehlenden Behandlung starke Schwellungen mit Atemnot entstehen oder die Entzündung der Kehlkopfmuskulatur oder Stimmlippen zu Stimmstörungen führen kann. Bei einer chronischen Entzündung besteht das Risiko, dass das gereizte Gewebe entartet und Kehlkopfkrebs entsteht.

    Entzündung des Herzmuskels

    Mit nur sehr unspezifischen Beschwerden macht sich eine Herzmuskelentzündung bemerkbar. Die Krankheitserreger gelangen von der Nase aus über die Blutbahn zum Herzen und verursachen dort eine Entzündung. Der medizinische Fachbegriff ist Myokarditis. Da die Symptome denen eines grippalen Infekts ähneln, ist es auch für einen Arzt schwer, diese Krankheit zu entdecken.

    Schwäche Gliederschmerzen und Appetitlosigkeit sind mögliche Anzeichen. Sofort einen Arzt aufsuchen sollten Betroffene, wenn sie Schmerzen in der Brust, Atembeschwerden oder Herzrhythmusstörungen bemerken. Das Gefährliche an dieser Krankheit ist, dass sie lange unentdeckt bleibt, bei körperlicher Anstrengung jedoch schnell zum Tod führen kann.

    Eine rechtzeitige Behandlung ist daher sehr wichtig; die Heilungschancen sind gut, trotzdem ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das Herz nicht mehr zu seiner alten Leistungsfähigkeit zurückfindet.