Lebensmittelvergiftung

Aus Medizin-Lexikon.de

auch: Nahrungsmittelvergiftung;

Bezeichnung für alle Erkrankungen, die durch verdorbene Lebensmittel entstehen. Je nach Verursachung unterteilt man:

Lebensmittelinfektionen, meist durch Salmonellen, Shigellen oder Staphylokokken oder auch sichtbaren oder unsichtbaren Pilzbefall. Häufigste Ursache ist nicht fachgerecht verarbeitetes Fleisch, eine Unterbrechung der Kühlkette bei gefrorenen Nahrungsmitteln, die Einwirkung von Wärme u.a.

Lebensmittelvergiftung: Seltener findet sich eine Anreicherung von Schwermetallen in den Nahrungsmitteln, die zu chronischen Leiden führen können. Aber auch Rückstände von Desinfektions- oder scharfen Spülmitteln oder nicht abgebauten Pestiziden können das Krankheitsbild des Brechdurchfalls, Übelkeit, Fieber u.Ä. besonders bei Kleinkindern hervorrufen. Eine bakterielle Lebensmittelvergiftung ist der Botulismus. Er entsteht durch Verunreinigung der Nahrung mit dem Gift von Clostridium botulinum, dem stärksten in der Natur vorkommenden Gift, das allerdings durch 15-minütiges Kochen zerstört werden kann. Betroffen sind vor allem Konserven, die charakteristisch gebläht sind. Da schon eine Menge von 0,01 mg in der Nahrung für Erwachsene tödlich ist, muss sofort in einem Krankenhaus ein Gegengift verabreicht werden.


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