Leberfunktionsprüfung
Aus Medizin-Lexikon.de
eine Kontrolle der Funktionsfähigkeit der Leber, die wegen der Vielzahl ihrer Einzelfunktionen schwierig ist. Für jede dieser Einzelfunktionen, wie den Kohlenhydrat-, Eiweiß-, Fett-, Eisen- und Kupferstoffwechsel, den Wasserhaushalt, die Bildung von Galle, von Enzymen und Eiweißen für die Blutgerinnung, gibt es bestimmte Untersuchungs-Methoden. Die Feststellung der Art und Zahl der Störungen von Einzelfunktionen erlaubt dem Arzt, die Art und das Ausmaß von Lebergewebeschädigungen festzustellen. Die Bestimmung von Bilirubin erlaubt Rückschlüsse auf Störungen im Abfluss der Galle. Von besonderer Bedeutung sind die Elektrophorese, die Verschiebungen der Eiweiße im Blut (Immunglobuline) aufzeigt, Enzymuntersuchungen (Bestimmung der Transaminasen, alkalischen Phosphatase, Milchsäuredehydrogenase u.a.). Außerdem gibt es "Belastungsproben", die die Ausscheidungsfähigkeit des Lebergewebes überprüfen. In besonderen Fällen kann für eine endgültige Diagnose eine Biopsie der Leber notwendig sein.
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