Mit dem Rauchen aufhören - Tipps gegen die Entzugserscheinungen

    Aus Medizin-Lexikon.de

    Die angebotenen Hilfsmittel, die helfen, um mit den Rauchen aufzuhören, sind vielfältig: Medikamente, Nikotinpflaster und E-Zigaretten. Alle vorgenannten Präparate sind unterschiedlich. Worauf bei der Anwendung zu achten ist, haben wir nachfolgend zusammengefasst.

    Erste Wahl Nikotinpräparate – Pflaster, Kaugummi, Lutschtablette, E-Zigarette

    Für die meisten Raucher stellt das Aufgeben des Rauchens eine große Herausforderung dar. Doch heute sind mit den angebotenen professionellen Hilfsmitteln hohe Erfolgsraten erzielbar. Eine große Bedeutung haben hierbei Medikamente, mit denen sich das Verlangen nach einer weiteren Zigarette sowie die Entzugssymptome reduzieren lassen. Nikotinpräparate sind die beliebtesten Mittel, mit denen sich Entzugserscheinungen verringern lassen. Diese gehen einher mit Nervosität, Ruhelosigkeit oder sogar depressiven Verstimmungen.

    Auf welche Weise nun dem Körper das Nikotin optimal zugeführt wird, ist individuell unterschiedlich. Sollen beispielsweise Situationen, in denen früher zu einer Zigarette gegriffen wurde, überbrückt werden, so ist eine schnelle Wirkstoffaufnahme notwendig. Diese ist mit Kaugummi, Lutschtabletten oder E-Zigaretten möglich, die ihre Wirkung innerhalb von 30 Minuten entfalten.

    Soll hingegen die starken Schwankungen des Nikotinspiegels verhindert werden, sind Nikotinpflaster die erste Wahl. Sie lassen die Nikotinkonzentration im Blut langsamer ansteigen und setzen die Wirkstoffe über einen längeren Zeitraum frei.

    Die Alternativen zu Nikotinpräparaten

    Eine Alternative zu Nikotinpräparaten sind Medikamente, die den Wirkstoff Bupropion enthalten und zu den Antidepressiva zählen. Allerdings können mit der Einnahme von Bupropion teilweise gefährliche Nebenwirkungen einhergehen.

    Der Wirkstoff Bupropion muss im Gegensatz zu Nikotinpräparaten, die rezeptfrei erhältlich sind, vom Arzt verschrieben werden. Da Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten können, muss die Dosierung je nach Begleitmedikation stetig überwacht und unter Umständen angepasst werden. Wechselwirkungen sind beispielsweise bekannt mit Betablockern wie Metoprolol und für verschiedene Herzrhythmusmedikamente wie zum Beispiel Propafenon und Flecainid, aber auch mit verschiedenen Antidepressiva und Antipsychotika.

    Dies bewirkt der Rauchverzicht im Körper

    • Ab 1. Tag – Verfeinerung von Geschmacks- und Geruchssinn
    • Nach 3 Tagen: Verbesserung der Atmung
    • Nach 3 Monaten: Erhöhung der Lungenkapazität um bis zu 30 Prozent
    • Nach 1 Jahr: Risiko für koronare Herzkrankheit halbiert sich
    • Nach 2 Jahren: Risiko auf Herzinfarkt sinkt auf normale Werte
    • Nach 10 Jahren: Lungenkrebsrisiko wie bei Nichtrauchern
    • Nach 15 Jahren: Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie bei Nichtrauchern