Nachtblindheit

Aus Medizin-Lexikon.de

(Hemeralopie)

Störung des Dunkel-Anpassungsvermögens der Augen (Hell-Dunkel-Anpassung), die zu einer Beeinträchtigung des Sehens in der Dämmerung oder bei Dunkelheit führt, während das Sehvermögen am Tage gut ist.

Die Nachtblindheit betrifft meist beide Augen und kann verschiedene Ursachen haben:

anlagebedingte angeborene Minderwertigkeit der Stäbchen der Netzhaut. Der Erbgang ist dominant oder rezessiv geschlechtsgebunden und unheilbar (Übertragung durch gesunde Töchter kranker Väter auf ihre Söhne);

Mangel des für die Regeneration des Sehpurpurs notwendigen Vitamins A entweder durch ungenügende Zufuhr oder schlechte Aufnahme von Vitamin A bei Erkrankungen des Magen-Darm-Kanales oder der Leber. Bei Behebung des Vitamin-A-Mangels kann diese Nachtblindheit behoben werden;

bei bestimmten Erkrankungen der Netzhaut oder der Sehnerven, besonders bei Pigmentdegeneration der Netzhaut oder bei Sehnervenschwund.


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