Nagel

Aus Medizin-Lexikon.de

auch: Unguis, Onyx;

verhorntes Anhangsgebilde der Haut, je einer an jedem Endglied der Finger und der Zehen. Der Nagel ruht auf dem Nagelbett (Hyponychium) und wird vom Nagelwall umrahmt. Seitlich ragt er unter den Wall in einen seichten Nagelfalz hinten in eine tiefe Nageltasche. Jener Anteil des Nagels, der weißlich erscheint (die Lunula) und der in der Nageltasche steckt, ist die Nagelwurzel. Nur in diesem Gebiet erfolgt das Wachstum des Nagels, und von hier aus wird er über das Nagelbett geschoben. Die Lederhaut des Nagelbetts ist durch sehr starke Faserzüge mit dem Knochen des Endglieds verbunden.

Allgemeine Stoffwechselstörungen können sich durch starke Brüchigkeit der Nägel oder Rillenbildungen äußern, Kreislaufstörungen durch Verformungen der Nägel ("Uhrglasnägel"), die nicht nur in der Quer-, sondern auch in der Längsrichtung gewölbt sind.


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