Nierenmark
Aus Medizin-Lexikon.de
(Medulla renalis)
Das Nierenmark bildet keine zusammenhängende Schicht, sondern besteht aus sieben bis 20 fein gestreiften, von Rindensubstanz umschlossenen Nierenpyramiden (Pyramides renales). Im Nierenmark liegen die Harnkanälchen. Vom unteren Teil der Pyramiden läuft das Nierenmark als so genannte Markstrahlen in das Rindengewebe und bewirkt eine Streifung. Die zugespitzten Enden der Pyramiden, die Nierenpapillen (Papillae renales), ragen in die Nierenbeckenkelche (Calices renales). Hier wird der Harn über den Kelch an das Nierenbecken abgegeben. Die Innenzone des Marks ist blassrötlich, die zur Rinde befindliche Außenzone wirkt durch die größeren Blutgefäße dunkler, fast blaurot.
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