O-Beine

Aus Medizin-Lexikon.de

(lateinisch: genu varum)

können angeboren oder erworben sein. Die angeborene Verbiegung nur des Unterschenkels, das Crus varum congenitum, entsteht auf der Grundlage eines Keimfehlers und führt sehr leicht zu einer Unterschenkel-Pseudarthorse, die selbst durch Operationen sehr schwer zu beeinflussen ist. Kinder kommen fast immer mit O-Beinen auf die Welt, die sich nach Beginn des Gehens langsam begradigen und um das 3. Lebensjahr herum zu X-Beinen werden. Später stellt sich dann die natürliche Beinachse von selbst ein. O-Beine können außerdem nach einer Rachitis oder Verletzungen (z.B. Schienbeinkopfbruch) entstehen. Auch nach Entzündungen mit Wachstumsstörungen der Wachstumsfuge an der Innenseite des Kniegelenkes oder nach einer Osteochondritis dissecans am Kniegelenk sind O-Beine möglich.


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