Prellung durch Sturz auf Glatteis

Aus Medizin-Lexikon.de

14. Januar 2012  |  0 Kommentare
Prellung Glatteis.jpg

Schnell ist es im Winter passiert: Man übersieht eine zugefrorene Pfütze, rutscht aus, landet auf dem Steißbein oder stützt sich mit dem Handgelenk ab. Starke Schmerzen im betroffenen Gelenk sind häufig die Folge. Aber meistens ist das Gelenk in solchen Fällen nicht gebrochen, sondern lediglich geprellt.

Ursachen einer Prellung

Die Ursache für eine Prellung ist eine stumpfe Gewalteinwirkung auf Knochen, Gelenke oder Muskeln. Stützt man sich bei einem Sturz mit dem Handgelenk ab, werden die Gelenkanteile ruckartig aufeinander gedrückt; bei einem Fall auf das Steißbein leidet der Knochen unter der Wucht des Aufpralles.

Durch die Gewalteinwirkung kommt es zu einer Quetschung der Blut- und Lymphgefäße mit darauf folgendem Flüssigkeitsaustritt in das umliegende Gewebe, wodurch es zu einer Schwellung kommt. Durch die Verletzung kleiner Blutgefäße tritt eine zusätzliche Blaufärbung auf. Das Gelenk beziehungsweise der Knochen schmerzt bei einer Prellung stark.

Knochenbruch oder Prellung

Nur durch eine äußerliche Untersuchung kann man als Laie nicht unterscheiden, ob das Gelenk gebrochen, angebrochen oder lediglich geprellt ist. Da die Behandlung einer Prellung sich deutlich von der eines Knochenbruches unterscheidet, ist es notwendig, bei starken Schmerzen mit darauf folgender Schwellung einen Arzt aufzusuchen, damit der Knochen geröngt wird.

Wenn eine Prellung bestätigt wurde, verschreibt der Arzt je nach Ausprägung eventuell entzündungshemmende oder schmerzlindernde Medikamente, um die Beschwerden zu verringern.

Quarkwickel zum Kühlen

Aber auch selbst kann man tätig werden: Zum einen hilft es, wenn man das Gelenk beziehungsweise den Knochen kühlt. Wem die Kälte eines Kühlpacks auf Dauer unangenehm ist, kann mit Quarkwickeln ebenfalls Linderung schaffen.

Ein Quarkwickel ist sehr leicht herzustellen. Dazu nimmt man ein weiches Tuch und bestreicht es etwa fingerdick mit kühlem Quark. Das bestrichene Tuch faltet man nun zusammen, so dass ein Päckchen entsteht und legt es vorsichtig auf den schmerzenden Knochen. Wenn der Quark sich durch die Körpertemperatur erwärmt hat, entfernt man den Wickel und ersetzt ihn bei Bedarf durch einen frischen.

Mit Fango wärmen

Nimmt die Schwellung nach einigen Tagen ab, sollte man von Kälte auf Wärme umsteigen, um die Durchblutung im Gewebe zu steigern und verspannte Muskeln zu lockern. Fangopackungen, die in Apotheken in verschiedenen Größen erhältlich sind und in Mikrowelle oder Backofen erhitzt werden, eignen sich zur Wärmebehandlung sehr gut, da sie nur langsam Wärme abgeben.

Das Gelenk schonen

Neben diesen Maßnahmen ist es wichtig, das betroffene Gelenk zu schonen, da fortschreitende Bewegung den Heilungsprozess verlangsamt oder sogar eine Verschlimmerung der Beschwerden hervorrufen kann. Gerade wenn das Gelenk noch geschwollen ist, sollte man es nach Möglichkeit hoch lagern, um eine übermäßige Blutzufuhr zu verhindern. Arm, Bein oder Fuß kann man für eine Hochlagerung einfach auf ein relativ festes Kissen legen.


Kommentare

Sabrina
18.04.2013 - 8:50
Vielen Dank für die Tipps. Ich denke, wenn wir auch dieses Jahr wieder so einen furchtbar langen Winter bekommen und die Winterdienste völlig versagen, kann ich sie direkt anwenden. Schon im letzten Winter war ein Laufen stellenweise kaum noch möglich.
  



 

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