Prolaktin

Aus Medizin-Lexikon.de

auch: Laktotropes Hormon (LTH);

ein aus Aminosäuren aufgebautes Hormon, das dem Wachstumshormon Somatotropin sehr nahe steht. Prolaktin regt Brustwachstum und Milchproduktion an.

Bei Männern und Frauen gleichermaßen gibt es einen stabilen Prolaktinspiegel im Blut. Dieser erhöht sich während der Schwangerschaft der Frau. Durch das Anlegen des Säuglings beim Stillen und damit durch das Reizen der Brustwarze kommt es zur Reizung von Mechanorezeptoren. Nun wird über nervale Verbindungen zunächst das Prolaktin-Freisetzungshormon im Vorderlappen der Hirnanhangdrüse (Teil des Zwischenhirns) angeregt und damit eine Freisetzung des Prolaktins bewirkt. Bei erhöhtem Prolaktinspiegel im Blut kommt es in einem Rückkoppelungsverfahren durch das Prolaktin selbst zur Hemmung der Prolaktinabsonderung, indem Dopamin als Hemmungshormon gebildet wird.


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