Psychopharmaka

Aus Medizin-Lexikon.de

psychotrope, chemische Stoffe, die eine überwiegende Wirkung auf das Zentralnervensystem haben und die das Verhalten beeinflussen. Zu ihnen zählen die Psycholeptika, Psychoanaleptika (steigern den Antrieb und heben die Stimmung) und die so genannten Halluzinogene (LSD, Meskalin), welche Halluzinationen hervorrufen.

Durch Euphorika (unter anderem Alkohol, Morphin) wird die Stimmung gehoben, durch Tranquilizer soll die Angst bekämpft werden. Neuroleptika werden bei Schizophrenie und Halluzinationen eingesetzt, sie wirken beruhigend. Antidepressiva sollen Depressionen lösen. Psychodysleptika können bei gesunden Menschen Bewusstseinszustände hervorrufen, die denen der Psychose ähneln: Die Beziehung zur Umwelt und zum eigenen Ich kann gestört werden, es treten Halluzinationen auf, Realität und Einbildung vermischen sich. Durch regelmäßige Einnahme solcher Mittel kann es zu körperlicher und psychischer Abhängigkeit kommen, vor allem dann, wenn auf immer stärkere Mittel zurückgegriffen wird.


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