Retikuloendotheliales System
Aus Medizin-Lexikon.de
Abk: RES;
Zellverbände aus dem Mesenchym, die als Endothel- und Retikulumzelle zur Resorption im Stande sind. Sie unterscheiden sich von anderen Zellen durch ihre Anfärbbarkeit mit Silber und die Fähigkeit, Fremdkörper (Farbkörnchen im Blut, Fett, Bakterien usw.) aufzunehmen und zu speichern. Außer den Innenwänden der Blutgefäße (Endothel) zählt man zum RES auch Zellen, die aus diesen hervorgehen wie die Sternzellen der Leber, die Sinuszellen der Milz und des Thymus, der Lymphknoten und des Knochenmarks sowie die Histiozyten oder Phagozyten. Eine Hauptfunktion des RES ist die Produktion von Abwehrstoffen, die zelluläre Immunreaktion. Man bemüht sich daher, seine Funktion durch Reizkörper (z.B. Vakzineurin, Fiebertherapie, Omnadin, Echinacea) anzuregen, um Infektionskrankheiten zu bekämpfen. Außerdem ist es für den Abbau der alten roten Blutkörperchen zuständig.
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