Salzmangelsyndrom

Aus Medizin-Lexikon.de

entsteht durch starke Verluste von Körperflüssigkeit beim Schwitzen, Erbrechen, bei Durchfällen oder durch die Nieren beim Gebrauch von harntreibenden Arzneimitteln, wenn nicht entsprechende Mengen von Kochsalz zugeführt werden.

Es ist besonders bei Säuglingen und Kleinkindern ein schwerwiegendes Krankheitsbild. Es kann plötzlich zu Bewusstseinstrübungen, heftigen Kopfschmerzen, Krämpfe und Kreislaufkollaps kommen (Symptome des Hitzschlages, die oft auf starkes Schwitzen zurückgeht). Wenn dann nicht sofort große Mengen physiologischer Kochsalzlösung infundiert werden, tritt der Tod durch Hyponatriämie (Natriummangel des Blutes) ein. Infolge des niedrigen osmotischen Druckes (Osmose) im Blut hält dieses dann nicht genug Wasser fest, das Blut wird eingedickt, die Nieren können kein Wasser und keine Stoffwechselgifte mehr ausscheiden. Der Kranke hat einen unstillbaren Durst, der nur durch Salzwasser befriedigt werden könnte.


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