Schlafmittel
Aus Medizin-Lexikon.de
auch: Hypnotika;
Medikamente, die bei Schlaflosigkeit den Schlafeintritt (Einschlafmittel: Wirkungsdauer 3-4 Stunden) oder den Durchschlaf (Durchschlafmittel: Wirkungsdauer 7-8 Stunden) erleichtern sollen. Eingesetzt werden vor allem Benzodiazepine. Der Nachteil aller Schlafmittel ist, dass sie die Verteilung der Schlafstadien verändern (Abnahme der REM-Phasen), die nach Absetzen im Sinne eines Rebound-Phänomens verstärkt auftreten und den Schlaf wenig erholsam gestalten. Die nachfolgende Müdigkeit am Tage führt meist zu einer Dosiserhöhung zu Beginn der nächsten Nacht usw., bis der Betroffene in einen Suchtkreislauf geraten ist.
Wichtiger als die Einnahme der Schlafmittel ist es, nach der Ursache der Schlaflosigkeit zu forschen und diese zu bekämpfen. Oft erleichtern Beruhigungsmittel das Einschlafen. Bei durch Schmerzen verzögertem Schlafeintritt ist der Einsatz von Schmerzmitteln schlaffördernd. Bei Schlafstörungen, die durch seelische Spannungszustände hervorgerufen sind, können Psychopharmaka eingesetzt werden.
Typische Schlafmittel sind Methylpentinol, Ethinamat, Carbromal, Bromisoval und die Barbiturate. Letztere können unterteilt werden in Mittel mit lang anhaltender Wirkung (Barbital, Phenobarbital), mit mittlerer Wirkungsdauer (Cyclobarbital, Pentobarbital) und mit kurzer Wirkungszeit (Hexabarbital). Ähnlich wirkende Stoffe anderer Zusammensetzungen sind das Pyrithyldion, Methyloprylon, Glutethimid und das Metaqualon.
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