Schwellkörper

Aus Medizin-Lexikon.de

bei Mensch und Säugetieren schwammige Zellgewebe, in den äußeren Geschlechtsorganen (Penis und Klitoris), die durch Anfüllung mit Blut bei sexueller Erregung anschwellen. Sie bestehen aus einem Schwammwerk, dessen Substanz aus faserigem und elastischem Bindegewebe und glattem Muskelgewebe besteht und dessen Hohlräume mit Blut gefüllt sind. In die Bluträume öffnen sich Arterien, die in unerregtem Zustand an einzelnen stellen durch Muskelpolster fast völlig verschlossen sind, aber bei Erregung große Mengen Blut einströmen lassen. Manche Schwellkörper haben eine sehr dicke Bindegewebshülle, die von den abführenden Venen in schräger Richtung durchsetzt wird, so dass beim Anschwellen der Abfluss erschwert wird und der Schwellkörper hart wird (Corpora cavernosa). Schwellkörper mit dünnerer Bindegewebshülle, die sich bei Schwellung nicht verhärten, heißen Corpora spongiosa. Im Penis finden sich zwei Corpora cavernosa und ein Corpus spongiosum. Die Frau hat Corpora cavernosa in der Klitoris und Corpora spongiosa als Bulbi vestibuli zu beiden Seiten des Scheidenvorhofs, sowie als Ring um die Harnröhre. Dadurch entsteht die Erektion der genannten Organe.


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