Sichelzellenanämie
Aus Medizin-Lexikon.de
fast nur bei Schwarzen vorkommende, erbliche Erkrankung der roten Blutkörperchen, die ein abnormes Hämoglobin enthalten, wodurch die Blutkörperchen die namensgebende Sichelform erhalten. Die Krankheit wird rezessiv vererbt und Träger von zwei rezessiven Allelen versterben ohne Therapie meistens verfrüht. Träger nur eines rezessiven Allels können meist ein normales Leben führen, obwohl auch bei ihnen die verformten Blutkörperchen vermehrt in der Milz abgebaut werden. Bei starker Ausprägung treten außerdem Niereninfarkte, offene Beine, Verkalkungen der Milz und Fieberschübe auf. Da Menschen mit Sichelzellanämie keine Malaria bekommen können, ist sie ein Selektionsvorteil (Evolution).
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