Stauungspapille

Aus Medizin-Lexikon.de

eine pilzförmige Vortreibung und Verbreiterung der Sehnervenscheibe des Augenhintergrundes in den Glaskörperraum hinein. Die Stauungspapille entsteht durch Verdrängung oder Vermehrung von Gehirnflüssigkeit des Schädelinnenraumes. Dadurch gelangt eine Flüssigkeitsansammlung oder ein Ödem am Ende des Sehnerven zur Entwicklung, das sich in Form einer Stauungspapille darstellt. Diese kann einseitig oder doppelseitig auftreten. Eine Sehnervenentzündung fehlt. Es können Blutungen im Bereich der Sehnervenscheibe auftreten. Bei einem längeren Bestehen der Stauungspapille kann es sekundär zu einer Sehnervenatrophie mit Herabsetzung der Sehschärfe und Veränderung des Gesichtsfeldes kommen. Die Ursache einer Stauungspapille ist ein raumfordernder Prozess im Schädelinnern bei Hirngeschwülsten, Entzündungen der Hirnhäute, Blutergüsse oder ähnlichem. Die Behandlung wird sich in erster Linie auf das Grundleiden erstrecken. Tritt aber keine Rückbildung der Stauungspapille ein, so muss eine Entlastungsoperation des Schädels durchgeführt werden.


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