Taubheit

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auch: Suridas;

Verlust des Hörvermögens. Taubheit ist immer eine Störung im Bereich des Innenohres bzw. des Hörnerven. Erkrankungen des Gehörganges oder des Mittelohres (siehe Ohr) bewirken deshalb keine Taubheit, weil trotzdem Schalleindrücke über den Schädelknochen weitergeleitet werden können.

Bei der angeborenen Taubheit, die sich rezessiv vererbt, sind Nervenfasern und Ganglien bei normal gebauter Schnecke sowohl in den zentralen Bahnen als auch im Corti-Organ fehlerhaft angelegt. Eine andere Form der angeborenen Taubheit, die dominant vererbt wird, zeigt eine mangelhafte Entwicklung der Schnecke. Meist sind bei der ererbten Taubheit symmetrische Hörreste vorhanden. Angeborene Taubheit führt unbehandelt zu Stummheit, da die Sprache durch Hören erlernt wird.

Die erworbene Taubheit hat ihre Ursache in einer meist nicht bemerkten frühkindlichen Innenohrentzündung, die bei zahlreichen anderen Erkrankungen auftreten können, insbesondere bei sämtlichen Kinderkrankheiten (meist Virusinfektionen), epidemischer Gehirnhautentzündung, angeborener Syphilis, bei Kopfverletzungen und auch bei Erkrankung der Mutter während der Schwangerschaft (z.B. Röteln). Die erworbene Taubheit zeigt im Allgemeinen keine Hörreste.


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