Teleangiektasie

Aus Medizin-Lexikon.de

Erweiterung der Endgefäße, meist durch starke Schlängelung der bläulichen, obersten Hautkapillaren. Diese Erweiterungen entstehen oft plötzlich, besonders an den Oberschenkeln von Frauen und sind wahrscheinlich ebenso hormonbedingt wie die Striae gravidarum (Schwangerschaftstreifen). Sie treten auch im Gesicht durch Einfluss von Sonne und Wind, außerdem bei Hautkrankheiten wie Rosazea und Sklerodermie, bei venöser Stauung infolge von Krampfadern, Herz- und Leberkrankheiten, nach Erfrierungen und Verbrennungen und in der Umgebung von Narben auf. Sie gehen auf eine erbliche Veranlagung zurück. Die Teleangieektasien können fleckenförmig (makulös), knötchenförmig (papulös) oder strichförmig, besenartig (ramös) aussehen. Bei stärkerer Anhäufung spricht man von Hämangiom oder Naevus vasculosus. Eine besondere Form erblicher Teleangieektasie ist die "Osler-Krankheit", bei der zahlreiche punktförmige Teleangieektasien nicht nur auf der Haut, sondern im ganzen Körper auftreten und leicht bluten.


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