Tonus
Aus Medizin-Lexikon.de
Spannung von Muskeln, Organen oder Organteilen. Die Muskeln werden durch ständige kleine Nervenentladungen in einem Dauer-Tonus erhalten, durch den der Körper in seiner Grundhaltung bleibt. Störungen des Tonus können "tonische" Dauerkrämpfe sein oder nur leichtere Zustände schmerzhaft empfundener Dauerspannung, wie sie bei Migräne und Rheuma häufig vorkommen, oder aber abnorme Schlaffheit, Atonie, z.B. bei Lähmungen. Auch im Schlaf verlieren die Muskeln ihren Tonus nie ganz. Die Regulation des Tonus aller und der einzelnen Muskeln wird unter Verarbeitung der Signale über die Tiefensensibilität von den Ganglien des Stammhirns reguliert. Der Tonus der Schlagader-Muskulatur äußert sich im Blutdruck, daher spricht man dort von Hyper- und Hypotonie.
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