Vagotonie
Aus Medizin-Lexikon.de
Dauererregung des Vagus und des gesamten Parasympathikus. Bei Vagotonie sind Pulsschlag und Blutdruck erniedrigt, die Pupillen eng gestellt, der Speichelfluss und die Bildung der Magensäure verstärkt, ebenso die Kontraktion der Magen- und Darmmuskulatur. Daher besteht eine erhöhte Neigung zu Krämpfen, Koliken und Verstopfung. Eine krankhafte Vagotonie kann durch Lähmung des Sympathikus, des natürlichen Gegenspielers, auftreten, sowie durch die Hemmung eines Enzymes, der Cholinesterase, durch die der Wirkstoff des Vagus, das Azetylcholin, zerstört wird. Solche Hemmstoffe sind einige Pflanzenschutzmittel vom Typ des E 605, sowie Pilzgifte wie Fliegenpilz und andere. Gegenmittel ist das Gift der Tollkirsche, das Atropin.
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